Projektwoche Zirkus LUNA

Erster Tag

Die Spannung war gross am Montagmorgen. Nach dem verlängerten Auffahrtswochenende strömten die Kinder wieder in die Schule. Gesammelt in den Klassen machten sich alle auf zum grossen Zirkuszelt auf dem Rasenplatz. Die Kinder suchten ihre Gruppen und gemeinsam ging es auf in die Manege respektive zuerst einmal auf die Zuschauerplätze. Die drei Zirkuspädagogien Roland, Sina und Beni hiessen alle herzlich willkommen. Mit dem Glücksruf zauberten sie die Zirkusmagie herbei, welche sich mucksmäuschenstill über die Kinder legte. Neben der musikalischen Einstimmung kamen die Kinder auch in den Genuss von Zauberei und dem Diabolospiel, welche Beni und Roland präsentierten.

Nachdem die Requisiten abgeholt waren, starteten alle Gruppen mit viel Motivation und Elan in die Vorbereitungen ihrer Zirkusnummern. An diesem ersten Tag hiess es erst einmal ein bisschen Atelierluft schnuppern, Kunststücke kennenlernen und natürlich selber ausprobieren. Auch durch die vielen Inputs der Zirkuspädagogen waren alle mit grossem Eifer am Üben und um 15.00 Uhr zurecht müde und zufrieden. Wir sind gespannt, was morgen alles noch dazugelernt wird!

 

Zweiter Tag

Nachdem sich die Gruppen zum gemeinsamen Start wieder ins Zirkuszelt begaben hatten, ertönte es laut «Ratscha – Luna – Ratscha – Luna – Ratscha – Luna» und wieder legte sich in der darauffolgenden Stille der Zirkuszauber über alle jungen Artisten und Artistinnen.Die Kinder wie auch die Helfer kamen wieder in den Genuss von einer kurzen Aufführung der Kirkuspädagogen. Alle staunten über die Jonglierkünste von Beni, lachten über Rolands Clownnummer und verfolgten gebannt Sinas Künsten am Trapez.

Zurück in den Ateliers stand Weiterüben auf dem Programm. Die kleinen Zirkuskünstler konnten noch einmal neue Kunststücke lernen und üben und die Grenzen des Möglichen ausloten. Bei der kurzen Probe im Zirkuszelt durften die ersten Gruppen ein wenig Manegenluft schnuppern und sich mit dem Scheinwerferlicht anfreunden. Mit Muskelkater und einem Lachen auf dem Gesicht ging der Tag dem Ende entgegen.

 

Dritter Tag

Der Start im Zirkuszelt stand im Zeichen der Zauberkünste. Mit Ballonen und Seilen wurde gezaubert und unterhalten. Am Schluss schickte man die Zirkusgruppen mit dem Auftrag, das Zirkuslied noch einmal gut singen zu üben, in ihre Ateliers.

Nach dem vielen Üben begannen die Artisten am dritten Tag langsam mit dem Einstudieren des Programms. Einzelne Teile und Abläufe wurden erarbeitet und zusammengesetzt sowie mit Musik unterlegt. Einige Gruppen durften ihre Künste noch in der Manege austesten, bevor der verdiente freie Mittwochnachmittag bevorstand. Da hiess es noch einmal ausruhen und erholen für den Schlussspurt der Zirkuswoche.

 

Vierter Tag

Nun stand bereits der letzte richtige Probetag bevor. Schon beim gemeinsamen Start war die Spannung gross. Sina führte eine Nummer am Vertikaltuch vor und Beni zeigte seine Feuerkünste. Die Funken sprühten, welch Einstieg in den Tag.

In den verschiedenen Gruppen wurde am Morgen und am Nachmittag noch einmal an den Nummern gefeilt und geübt. Bei der Manegenprobe sogar einmal im Zirkuszelt mit Musik. Die Zeit flog und bei allen Beteiligten spürte man bereits ein erstes Kribbeln. Ob wohl alles gut gehen wird an der Hauptprobe am Freitagmorgen?

 

Fünfter Tag – Hauptprobe

Nun war es also soweit und die Hauptprobe stand vor der Türe. Treffpunkt war dieses Mal in der Gruppe. Die Kostüme wurden angezogen und die Lehrpersonen gaben die Informationen für den letzten Tag weiter.

Nachdem alle Gruppen ins Zirkuszelt umgesiedelt hatten, kämpfte Roland als Clown erst einmal gegen seinen Durst. Das Wasser landete überall, nur nicht in seinem Bauch. Mit diesem letzten unterhaltsamen Programm brachte der Zirkuspädagoge die Kinder noch einmal so richtig zum Lachen, die Nervosität ging einen kurzen Moment lang vergessen. 

Die Hauptprobe war für die Artistinnen und Artisten ein besonders wichtiger Moment, da sie neben der eigenen Vorführung nun (fast) alle Nummern einmal mitansehen durften. Sie staunten, was ihre Schulkameradinnen und –kameraden diese Woche alles erarbeitet, geübt und einstudiert hatten. Die Begeisterung bei den Kindern und allen Betreuungspersonen sprühte richtiggehend und alle fühlten sich nach diesem tollen Morgen bereit für die grossen Aufführungen am Abend.

 

Fünfter Tag – Aufführungen

Zwischen 16.00 und 16.30 Uhr trudelten die Artisten langsam ein ins Zirkusquartier. Die ersten Gruppen wurden geschminkt, die Kostüme angezogen und eine letzte Besprechung abgehalten. Dann, um 17.00 Uhr, war es endlich soweit: Alle Zuschauer sassen auf ihren Bänken, es konnte losgehen. Die Artisten strömten in die Manege und alle zusammen sangen sie:

«Är esch do, de Momänt,
wo mer eus, druf gfreut hend.
Ändlech do, s grosse Ziel
nämed Platz, jetzt chonds Spiel
 
Vorhang uf, Schinwerfer hell und d Bühni frei,             
Vorhang uf, Schinwerfer hell und d Bühni frei.
…»

Danach eröffnete die erste Gruppe das Spektakel. Es wurde mit viel Freude und Eifer geturnt, gezaubert, verblüfft und präsentiert. Das Publikum danke mit grossem Applaus bei allen Nummern.

In der zweiten, ausverkauften Aufführung war die Stimmung noch einmal unglaublich. Die jungen Künstlerinnen und Künstler trotzen den Regentropfen und der kühlen Luft vor dem Zelt und gaben noch einmal ihr Bestes. Die Freude war gross, die Artisten unfassbar stolz und trotzdem mischte sich am Ende des Tages auch ein Hauch von Traurigkeit unter die Gefühle. Es wurde allen bewusst, dass diese fantastische Woche mit den zwei Aufführungen nun ihren Abschluss gefunden hatte. Es bleiben aber viele unvergessliche Erinnerungen und das wunderbare Gefühl, gemeinsam eine so bewundernswerte Show auf die Beine gestellt zu haben.

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